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  1. Autobiografisch: Mein Leben und Ich

    18. Dezember 2012 by Tom

     

     

    Endlich frei! Und was machen wir jetzt mit dem Scheiß?

     

    Da sitzen wir nun also. In der rechten Hand ein lauwarmes Sternie und in der linken je nachdem Joint oder Zigarette.

    Unsere Hosenböden sind feucht. Letzte Nacht hat’s geregnet und wir waren schlichtweg zu faul an eine Decke zum „Draufsetzen“ zu denken. Somit müssen wir dann wohl mit der nassen Hose und dem durch die Nässe bedingten Ab-Und-Zu-Jucken am Hintern leben. Können wir auch.

     

    Vor zwei Stunden war die letzte Prüfung. Damit ist das Abitur geschafft, zumindest für die meisten. Die, die noch bangen müssen, ob sie aufgrund ihrer Prüfungen den ganzen Quark geschafft haben können aber auch damit leben. Wahrscheinlich, weil sie aus lauter Sorge nachmittags um Zwei nur noch ein Bier vom Delirium entfernt stehen bzw. eher schon liegen. Bei mir dreht sich auch schon einiges. Hauptsächlich natürlich in meinem Kopf, der es noch gar nicht fassen kann, dass nach dreizehn Jahren jeden Tag in irgendein beschissenes Haus zu rennen und Dinge zu lernen von denen man sich später nicht einmal einen Keks kaufen kann, geschweige denn den etwa einen Lutscher. Zu dem gefühlten, körperlichen Kreisen kommt so noch ein gedankliches.

     

    Die letzten drei Wochen waren die bis dato gammeligsten in meinem Leben und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wohl auch wird es der beste Sommer „ever“ gewesen sein, wie man so schön neudeutsch sagt. Jedes mal wenn ich jemanden „ever“ oder „sorry“ sagen höre und was weiß ich nicht noch alles, bekomme ich gut Lust zu fragen: „Sorry dude, is it okay when you keep your fucking mouth close?! Forever?!“. Ich halt mich meist zurück.

     

    Die fünf Abiturprüfungen die ich hatte erstreckten sich auf einen Zeitraum von 4 Wochen. Die beiden ersten kamen noch in der ersten Woche dran, da war eigentlich noch nicht an Saufgelage, Grillen und Kiffen im Park zu denken, aber wir brachten es trotzdem fertig. Jeden Tag.

    Was sich die anderen Wochen dann täglich abspielte grenzt an stark asoziales Verhalten, aber es war asoziales Verhalten was wir uns nach dreizehn Jahren jawohl mal gönnen konnten. Kurz bevor ich über diesen und weiteren für die globalen Geschicke der Menschheit unnötigen Gedanken zum Einschlafen übergehe tippt mir Malte auf die Schulte und reicht mir, als ich gegen das Sonnenlicht blinzelnd die Augen aufmache, den nächsten Joint. Der Zustand von Maltes Augen und Gesicht ist schwer zu definieren. In den sechzigern hätte man wohl relaxt oder Groovy dazu gesagt. Ich ziehe ein par mal und reiche die Jolle weiter. Im Gegenzug zu Maltes Gesicht ist der Gesichtsausdruck der anderen leichter zu beschreiben: lachend, feixend und hin und wieder mischt sich ein angewidertes Gesicht von vorbeigehenden Leuten dazwischen. Mann diese Wichser. Wir haben grad die Schule hinter uns gebracht und sollen nach denen, ihrer spießigen und verbohrten, vom Leben verhunzten, weil sie ja nie die Chance gehabt hätten sich auszuruhen, gleich wieder weitermachen. Ja keine Pause! Wer rastet der rostet!

    Irgendwann wird’s dunkel und die Laune geht flöten, da das Bier alle ist und eh alle für heute keine Lust mehr haben zu quatschen. Ich verdrück mich nach Hause und werde von meiner Mutter augenblicklich mit Fragen bombardiert wie die Prüfung lief, ob ich schon wieder den ganzen Tag im Park vergammelt habe, ob ich mal Bewerbungen für Ausbildungsplätze (die ich eh nie antreten würde, also warum die Mühe?) geschrieben habe und blablabla Elterngeschwafel. Das weitere Ende  des Abends gestaltet sich demenstprechend. Ich schreibe eine halbe Bewerbung, vergesse sie abzuspeichern und hau mich vor die Flimmerkiste in der wie gewohnt auch nur Scheiße läuft. Also wieder ran an den Rechner und Pornos gucken. Dann die Zigarette danach und kurz vor zwölf schleich ich mich nochmal raus um am Späti an der Ecke nochmal sechs Gutenachtbiere zu kaufen über denen ich schließlich einschlafe und fast über die leeren Flaschen stolpere als ich nachts zum Pissen ins Klo wanke.


  2. Aufgezwungen: Blue Man Group – Clowns in Blau

    15. Dezember 2012 by Tom

    Es ist schon etliche Jahre her, dass ich von den Blue Man Group gehört habe. Damals waren sie, zumindest in Berlin ganz neu. Es gab wochenlang ein tägliches Gewinnspiel auf RadioEins bei dem man Karten gewinnen konnte. Ich war damals, wie heute, kein Radiohörer, aber meine Mutter bei der ich damals noch wohnte schon. Somit gab es kein Entrinnen. Ich musste von dieser Aufführungsreihe erfahren. Was ich im Radio hörte war fast mit einer Lobeshymne gleichzusetzen. Scheinbar war dieses “Stück”, diese Performance wirklich exorbitant geil. So geil, dass sich die Radiomoderatoren beim Reden darüber scheinbar vor Erregtheit einejakulierten. Trotzdem oder eher genau deshalb habe ich nie den Wunsch oder  etwa Geld darin investiert mir die Blue Man Group anzugucken.

    Doch wie der Zufall so will bringt mich letzte Woche eine Exkursion im Rahmen des Faches “Aufführungsmedien” dazu eine Vorstellung besuchen zu “dürfen”. Ich hatte keine Erwartungen, die Features im Radio waren zu lange her und ich versuchte unvoreingenommen in diese Zelebration der Zerstreuung zu gehen.

    Ich sollte vielleicht anmerken, dass ich aufgrund der Zeitspanne zwischen Tagesvorlesungsende und Beginn der Aufführung mir innerhalb kürzester Zeit drei Bier eingeholfen hatte in der Hoffnung, dass es dadurch noch witziger und unterhaltsamer würde, als es angekündigt wird. Wurde es nicht.

    Zwar bildete ich mir ein, dass ich nichts Bestimmtes erwarten würde. Aber wie gesagt, ich bildete es mir ein. Denn das was den anderen Gästen und mir geboten wurde war regelrecht unterwältigend. Eine Show, deren Passion es zu sein scheint alte Zirkusnummern von Clowns zu wiederholen. Das Ganze wurde zwischendurch durch mehr als ähnliche Trommeleinlagen und ein bisschen Farbspritzerei aufgehübscht. Hübsch anzusehen war es trotzdem nicht.

    Das klingt hart. Aber warum sollte ich lügen? Bin ich zu anspruchsvoll? Mag sein. Aber das ganze Programm zielte auf den Humor von Kindern ab. Gegenstände sämtlicher von Slapstick geschwängerten Sketche war es einfachste Benimmregeln zu brechen. Benimmregeln, die man Kindern noch beibringen muss. Wie etwa das “gesittete” Essen einer Mahlzeit, dass durch eine kotzende Öffnung in der Brust der Darsteller zur Farce wird. Damit nicht genug. Das angedeutet Erbrochene wird mit Gabel und Messer in den Mund der Blaumänner und der Publikumsfreiwilligen, die an diesem Sketch teilnehmen musste, befördert.

    Der Rest der Vorstellung ist niveautechnisch auch eher so konzipiert, dass er eher unter einer handelsüblichen Tür durch passt. Somit konnte ich mich nicht erwehren zwischendurch der Musik meines mp3-Players zu fröhnen um nicht völlig in schlechter Laune zu versinken.

    Kurzum: Blue Man Group ist nicht zu empfehlen. Es sei denn Du bist zwischen 5 und 15 Jahren alt oder zwischen 37 und 47 Jahren alt und bist gerade in einer Midlife-Crisis.


  3. Besser spät als nie rezensiert: THE DUKE SPIRIT – Bruiser

    12. Oktober 2012 by Tom

     

    I don’t look back,
    Why would you?

    (The Duke SpiritCherry Tree)

    “That was a mad evening yesterday.”Evereybody’s thought sometimes in life
    Mit der Freundin gestritten.
    Im Suff die besten Freunde vergrault und im Morgengrauen stinkend und besoffen nach Hause geschleppt.
    Kaum geschlafen.

    Der Blick starr auf das Telefon gerichtet.
    Am Überlegen ob man anrufen soll oder darauf wartet, dass sie sich meldet.
    Zum Supermarkt geschleppt.
    Alles kotzt einen an.
    Alles dreht sich nur darum, ob man sich melden soll oder warten soll.

    So vergeht die ganze Woche.
    Schlauer wird man nicht.

    So in der Art hört sich das neue The Duke Spirit Album an. Vielleicht wollten sie auch genau das damit ausdrücken. Nicht umsonst heißt es Bruiser. Wie das Gefühl, wenn man meint eigentlich nichts falsch gemacht zu haben, es eigentlich besser weiß und deswegen um so mehr auf Alles und Jeden ein bisschen überreizt reagiert, weil man eigentlich weiß, dass man im Unrecht ist, es aber nicht zugeben will und kann und deswegen grantig wird.

    Durch das ganze Album zieht sich so eine verkappte Wut, die man nicht genau zuordnen kann. Richtet man sie wirklich gegen die anderen oder doch gegen sich selbst?

    Musikalisch ist das Ganze typisch im Stil von The Duke Spirit unterlegt.
    Der Bass knarzt, als ob die Schrauben am Verstärker extra locker sitzen, damit es noch ein bisschen mehr schepppert. Das Schlagzeug ist kraftvoll, treibend, aber nie zu aufdringlich. Es ist zwar offensichtliches Stilmittel, aber nie ein aufdringlicher Akzent, der sich in den Vordergrund schieben will. So präsent es ist, genauso versteht es nicht die anderen Instrumente und den Gesang zu übertönen, sondern sogar zu unterstützen.
    Die Gitarre ist Akzent, der passend ausbricht um Liela Moss kühle Stimme zu unterstützen. Generell fängt Moss nie an zu brüllen und transportiert dennoch ein Gefühl unfassbarer Aufgewühltheit in ihrer Stimme. Somit präsentiert sie eine Stimmsprache, die viele andere Sänger und Sängerinnen neidisch machen kann.

    Das Schlusslicht auf dem Album bildet der Song Homecoming, der schon fast reumütig klingt. Als wollten sich The Duke Spirit dafür entschuldigen, dass sie die vorherigen elf Song so rau, wütend und teilweise nahezu unbeherrscht klangen. Dabei müssten sie sich
    Wie der Moment in dem man sich endlich durchringen könnte, selbst zum Hörer zu greifen und sich für seine Entgleisungen der Nacht zu entschuldigen ohne dabei zu verleugnen wie gut die letzte Nacht zum eigenen Seelenwohl beigetragen hat.

    The Duke SpiritBruiser
    VÖ: 23. September 2011 (Cooperative Music/ Universal)
    http://thedukespirit.com
    The Duke Spirit @ Facebook


  4. Linkin Park – Living Things

    25. Juli 2012 by helleseiten

    Linkin Park sind in meinem Freundeskreis so ein bisschen die Andrea Berg des Rocks. Keiner hört‘s, alle nörgeln und trotzdem kennt die Songs jeder. Das mag an den Texten, die, nun ja teilweise als stupide bezeichnet werden können liegen, daran, dass jedes Album anders klingt oder an dem Pop-Rock Ausflug „Minutes to Midnight“. Nun sind Linkin Park mit ihrem 5. Studioalbum „Living Things“ zurück und sie klingen frischer denn je. Wie bei den beiden Vorgängern produzierte Rick Rubin, der auch schon bei Metallica oder Slipknot verantwortlich war.

    Klangen Linkin Park auf „Minutes to Midnight“ noch wie U2 und auf „A Thousand Suns“ wie Mike Shinoda’s Soloprojekt Fort Minor, so klingen sie auf „Living Things“ endlich wieder wie Linkin Park. Knallharte Gitarrenwände treffen auf elektronische Beats und Frontmann Chester Bennington’s einzigartige Stimme. Hatte sich Chester auf dem Vorgänger „A Thousand Suns“ merklich zurück gehalten und Mike Shinoda das Feld überlassen, der sogar einige Solo-Songs hatte, so rückt er auf „Living Things“ wieder mehr in den Fokus und schreit sich endlich wieder die Seele aus dem Leib. („Victimized“).

    Gleich mit dem Opener „Lost in the Echo“ machen Linkin Park klar wo der Hammer hängt, moderne Synthie-Sounds treffen auf das, von früheren Alben, wie „Hybrid Theory“, gewohnte „Linkin-Park-Brett“. Das Dubstep-Feeling des Songs werden Kritiker natürlich wieder als Mainstream anprangern, es passt aber einfach zu Linkin Park. Für mich definitiv der beste Song auf dem Album.

    Die erste Single „Burn It Down“ schlägt in die gleiche Kerbe, wobei die elektronischen Sounds hier jedoch sogar noch mehr dominieren. Die knarzenden Bässe harmonieren aber perfekt mit Chester’s typischem gepresstem Gesang.

    Mit „Castle of Glass“ haben Linkin Park das Erfolgskonzept der 2007 erschienen Single „Bleed it out“ kopiert. Das sei ihnen verziehen. Fluffige Up-Tempo Nummer geführt von Mike’s Raps.
    Ein weiterer Anspieltipp ist der oben schon angesprochene Song „Victimized“, der einen, mit einem in Hardcore-Manier reinbretterndem Thema den Schmalz aus den Ohren bläst. Leider nur knapp 1:50 min. Schade, gerne mehr davon.

    Allgemein ist „Living Things“ für mich jetzt schon das Album des Jahres, denn Linkin Park kombinieren alles was auf ihren bisherigen Alben ihre Stärken waren. Ich bin gespannt was auf dem nächsten Album passiert. Ich hoffe sie bleiben sich treu und versuchen wieder etwas vollkommen Neues zu schaffen, dass ihnen mit „Living Things“ vorzüglich gelungen ist.

    Linkin Park – Living Things | Warner Music | VÖ: 22. Juni 2012
    Hier kaufen: Itunes

    Video zur ersten Single “Burn It Down”:


  5. Was mache ich so in meiner Freizeit?

    16. Mai 2012 by helleseiten

    Ich hab lange nichts geschrieben hier, das lag aber nicht daran, dass ich mit der Aufzucht von Basilikum-Pflanzen, Tomatensaft-trinken oder dem Lesen der Shitstorms über mein Vegan-Experiment beschäftigt war. (An dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank für die gerade zu explodierten Besucher-Zahlen, da ein “Vegan-Blog” das Experiment auseinander genommen hat :P )

    Nein, ich war produktiv und habe mit meiner Band ein Musikvideo gedreht. “Bääääh, noch son Spasti der meint seine Eier wirken größer, wenn er in ner Band spielt”. Nein, so ist das gar nicht. Ich machs hauptsächlich, weils mir Spaß macht. Und das schon relativ lange, mittlerweile 7-8 Jahre. Das aktuelle Projekt trägt den Namen 8-Bit Chess Club. Und genau mit diesen wunderhübschen Burschen haben wir ein Musikvideo aufgenommen. Reingucken kann man hier:


    Wer das jetzt ansehnlich fand, muss uns erstmal live erleben. Taadaa, wasn Zufall, dass das nächste Konzert ansteht. Am 06.07. bekommt ihr die Chance uns mit Bier zu bespucken oder Unterwäsche an die Mikro-Ständer zu hängen. Stattfinden tut das ganze im Trickster. Pünktlich zum Tagesschau-Gong wird Einlass sein, rechtzeitig anwesend sein ist von Vorteil, im Trickster wird es nämlich relativ kuschelig.

    Gut, das wars auch schon wieder. Ich bereite mich jetzt auf den Herrentag vor.

    Infos zu meinem Kegelverein findet ihr übrigens hier.


  6. Geguckt: Iron Sky

    15. April 2012 by Tom

    Uiuiuiuiui, na wenn das Nichts verspricht: Nazis, Neger, die dunkle Seite vom Mond, Zukunft und Albinisierer.

    Das haben sich wohl auch die Macher von Iron Sky gedacht und bastelten aus ein par absurden Ideen die Naziklamotte, die derzeit in ausgewählten Lichtspielhäusern der Republik dem gemeinen, popcornmampfenden, colaschlürfenden Kinopublikum vorgespielt wird.

    Das ganze sieht für eine aus Spenden finanzierte Produktion erstaunlich gut aus. Leider aber auch nicht immer. Ich bin mir sicher, dass ich manche der Schauspieler schon in solch famosen filmischen Erzeugnissen wie Giant Shark vs Mega Octopus und Sharktopus im Trailer sterben sah.

    Die Story ist auf den ersten Blick dem Micheal Bay erprobten Publikum angepasst. Sprich: völlig bekloppt und an jeder Stelle mit Explosionen versehen wo sie denn passen könnten.

    Dennoch verbirgt sich hinter der trashigen Fassade auch eine ernste Botschaft. Ich nehme mir die Freiheit sie in ein par Thesen für Euch zusammen zu fassen:

     

    •  Amerikaner sind dumme, vulgäre, lügnerische Kriegstreiber;
    • PR Agenten ist jedes Mittel recht um an eine bisschen Macht und Einfluss zu gelangen (Krieg eingeschlossen);
    • wenn es um Rohstoffe geht wird jede Nation dieser Welt zur Inkarnation des selbstsüchtigen Arschloches;
    • Finnland ist nicht ernst zu nehmen;
    • Nord Korea ist noch weniger ernst zu nehmen.

     

    Soweit mein Fazit. Auch wenn man beider Filme nicht wirklich miteinander vergleichen kann, so gehe ich doch soweit zu behaupten, dass Iron Sky um Meilen unterhaltsamer und, für den geeigneten Zuschauer, auch tiefgründiger ist als Quentin Tarentinos Inglourious Basterds. Am besten guckt Ihr Euch den Film einfach an. Egal zu welcher Sorte Menschen ihr gehört, die 92 Minuten Spielzeit des Film wird für die Wenigsten verschwendete Zeit sein.


  7. SEXFREUNDE

    31. März 2012 by Tom


    Ich war nie ein Typ, der auf eine „Sexfreundschaft“ aus war. Viel zu sehr war ich immer der „romantische“ Typ. Ich verliebt mich in eine Frau und gab mich dann mehr oder minder für diese Frau auf. Egal ob ich mit ihr zusammen kam oder nicht.

    Als ich Julia kennen lernte war ich gerade seit zwei Monaten Single und hing noch an meiner letzten Beziehung. Anne war für mich die Frau gewesen. Trotz unseres Alters und das es schlichtweg unrealistisch war, konnte ich mir vorstellen sie zu heiraten, mit ihr Kinder zu kriegen und mit ihr alles zu erleben, was unsere Leben noch bereithalten sollten. Sie brach mein Herz und mein Vertrauen, dass in Menschen doch etwas Gutes sein könnte.

    Dann lernte ich Julia auf einer Party kennen. Sie entsprach zwar nicht meinem “Beuteschema”, aber die Sache war viel zu einfach da sie scheinbar auf mich stand. Als die Party sich dem Ende neigte, gingen wir zu ihr. Noch bevor ich wusste, wie ich es formulieren konnte überrumpelte sie mich: „Nur das du es weißt, ich bin gerade aus einer langen Beziehung raus und brauch echt nichts Neues in der Richtung, aber wenn ich dich schon einmal mit zu mir nehme, dann fänd ich es schade, wenn es bei einem One-Night-Stand bleibt.“ Sie sprach zwar das Wort Sexfreunde nicht aus, aber ich hörte trotzdem die J.D.-eske Trompetenfanfare in meinem Kopf.

    Wir schliefen miteinander, redeten, schliefen wieder miteinander. So ging der Sonntag dahin. Wir tauschten Handynummern aus, Facebook-Addis und als ich ging hatte ich nicht das typische schlechte Gefühl wie bei anderen One-Night-Stands.

    Zwei Wochen später trafen wir uns wieder. Vor der magischen Zeitgrenze von einundzwanzig Uhr. Wir wollten ursprünglich ins Kino. Vorher ein Spaziergang im Park. Ganz so viel spaziert sind wir dann doch nicht. Vielleicht war der Alkohol schuld, oder der Fakt, dass es schon dunkel wurde und sonst fast niemand mehr im Park war. Irgendwie war es auch ein bisschen der Reiz dabei erwischt zu werden. Von da an trafen wir uns öfter. Gingen zusammen feiern und danach zusammen nach Hause. Waren wir beide über Nacht woanders so trafen wir uns spätestens morgens immer bei einem von uns in der Wohnung. Das ging mehrere Wochen so.

    Aus einer spontanen Idee sind wir sogar einmal zusammen in einen Kurzurlaub gefahren. Viel gesehen von unserem Reiseziel haben wir nicht, aber das Zimmer in unserer Pension war eigentlich auch ganz schön.

    Was für viele inzwischen wie eine Beziehung aussah, war für uns nach wie vor nur eine Freundschaft. In der wir regelmäßig miteinander schliefen.

    Irgendwann gelangte zumindest ich an den Punkt, dass das was wir hatten für mich nicht ausreichte. Ich wollte keine Beziehung mit ihr, aber ich wollte wieder eine Beziehung. Unsere wöchentlichen Treffen und Techtelmechtel endeten meist damit, dass ich mich selbst dafür hasste weiterhin etwas zu machen, dass ich eigentlich gar nicht mehr wollte.

    So stellte sich ein schleichendes Ende dieser Sexfreundschaft ein. Irgendwann dann auch der Freundschaft, aber das liegt eher daran, dass ich ein Arschloch bin und sie eine Hure. Oder war es andersrum?


  8. Pony Pony Run Run im Magnet Club

    21. März 2012 by Tom

    Sonnenbrille im Club: Leider geil. Neuer Magnet Club: Leider ungeil.

    Die meisten Begegnungen im Leben werden ja dem allseits bekannten Zufall zugeschrieben. So auch der letzte Mittwoch Abend im Magnet Club. Eine Freundin hatte Karten für das Konzert von Pony Pony Run Run gewonnen und so zog es uns in die Gefilde des Magnet Club in Berlin Kreuzberg.
    Leider war ich vorher zu einem Weinmassaker bei meinem Vater eingeladen. Dementsprechend sind meine Erinnerung an den Abend eher lückenhaft. Ich bitte dies im nun folgenden Konzertbericht zu entschuldigen.

    Als wir die versiffte Treppe in den neuen Magnet Club hochwanken dröhnt aus dem Konzertfloor schon die Vorband. Ich hab keine Ahnung mehr wie die heißen, aber angesichts der Ohrenvergewaltigung, die die Band dort abgezogen hat kann das nur von Vorteil sein. Etliche Biere später beginnt dann endlich der Hauptact: Pony Pony Run Run. Namenstechnisch sicher nicht die glorreichste Namensfindung seit des Mittelalters. Dagegen spielt die Band wenigstens gut. Die Songs sind eingängig, fast schon poppig ohne dabei sich jedoch zu offensichtlich dem Mainstream anzubiedern.

    Leider fällt das nicht vorhandene Styling des Bassisten und des Drummers („Fuck ist der klein! Wurde der zu heiß gewaschen?“) ein wenig unangenehm auf. Insbesondere da der Sänger und Gitarrist hipstertypisch eigentlich ganz coole Klamotten um seine Hühnerbrust flattern lässt während er versucht durch seine Sonnenbrille nicht zu sehen, dass sich nicht mehr als fünfzig Leute zu seinem Konzert verirrt haben. Arme Sau, denn das Konzert bleibt auf Länge auch gut und wird nicht langweilig. Nach einer Zugabe ist dann irgendwann Schluss und ich versuche mir ein Interview zu erschleichen.

    Glücklicherweise ist die Hälfte der Band damit beschäftigt die Bühne abzubauen so dass man mal schnell fragen kann. Kaum haben wir den Drummer angesprochen flitzt auch schon die Tourmanagerin auf uns zu und bombardiert mich mit fragen was ich will und wofür ich schreibe. Ich merke, dass es doch nicht so einfach wird das Interview zu bekommen und schmücke die Wahrheit ein bisschen aus. Drei Minuten später sitzen wir im Backstage mit Gaeton, dem Sänger der Band, in einem kleinen Zimmer, das nach Schweiß und Ranz stinkt. Gaetan hat die Brille immer noch nicht abgesetzt. Irgendwie ist der Typ so scheiße uncool, dass es schon wieder cool ist.

    Tom: Euer Auftritt war wirklich gut. Ich konnte es wirklich genießen, trotz des neuen Magnet Clubs.
    Gaetan: Ja, der alte Magnet Club war kleiner, denke ich. Der neue ist ein bisschen zu groß für so ein Konzert. Unser erstes Konzert in Berlin war im alten Magnet Club im Prenzlauer Berg fünf Jahre her. Als ich herkam habe ich mich erst mal gewundert ob das der Magnet Club ist.
    Tom: Wie habt ihr zusammen gefunden? Seid ihr Freunde von der Schule?
    Gaetan: Der Bassist ist mein Bruder. Er ist ein ganzes Stück älter als ich, ich bin also der kleine Bruder.
    Tom: Es ist ja schon ein bisschen komisch, dass Du und Euer Keyborder eigentlich ganz cool ausseht, während dein Bruder und Euer Drummer ein wenig, naja…
    Gaetan: (lacht) Ja, das liegt glaub ich hauptsächlich daran, dass beide diesen typischen “Franzosen Bart” tragen.
    Tom: Warum trägst du eigentlich die ganze Zeit deine Sonnenbrille, selbst hier im Backstage?
    Gaetan: Na ja, auf der Bühne mit den ganzen Spotlights, dass ist echt schon sehr hell und hier… (zuckt mit den Schultern)
    Tom: Du könntest ja auch erzählen, dass du eine Überempfindlichkeit gegen Licht hast, so wie der Sänger vom Steppenwolf.
    Gaetan: (lacht) Früher hab ich wirklich erzählt, dass etwas mit meinen Augen nicht stimmt und ich die deswegen immer aufhaben muss.


  9. Experiment Vegan

    18. März 2012 by helleseiten

    Der Mensch ist von Natur aus ein Fleischfresser. Seit Jahrtausenden jagen Menschen Mammuts für ein paar saftige Keulen, halten Kühe, um sie zu melken oder Hühner, um ihre Eier zu bekommen.

    Ich bin ebenfalls ein Fleischfresser, wenn nicht sogar DER Fleischfresser. Big Mac, Gulasch, Salami-Pizza und Döner sind meine täglichen Begleiter. Ohne Fleisch werde ich zickig. Ergänzt wird mein Nahrungsmittelprogramm meistens mit weiteren tierischen Erzeugnissen aus Milch oder Eiern.

    Nach geschätzten 5000 Dönern machte sich dann das erste Mal mein schlechtes Gewissen bemerkbar und ich fing an meine Nahrungsauswahl zu bedenken. Muss es denn sein, dass Tiere tagtäglich ausgenutzt werden, damit wir ihr Fleisch, ihre Milch, ihr Leder etc. bekommen? „Das ist der Lauf der Natur“ werden jetzt einige stöhnen, „wir brauchen Fleisch um gesund zu bleiben“ andere. Stöhnen kann man viel. Ich habe den Selbstversuch gewagt und eine Woche vegan gegessen.

    Aber was ist eigentlich „vegan“? Veganer verzichten komplett auf den Konsum von Fisch, Fleisch, Milch, Eiern, Honig oder Produkten, die aus diesen Zutaten hergestellt werden. Medikamente oder Kosmetika, die an Tieren getestet werden sind ebenso tabu, wie der Besuch im Zoo oder die Lammfell-Jacke. Im Gegensatz zu Vegetariern verzichten sie also nicht nur auf den Konsum von Fleisch, sondern auf alles was auch nur im Entferntesten mit Tieren zu tun haben könnte. Veganern geht es dabei nicht ausschließlich darum, Tierhaltung anzuprangern, sondern ebenfalls darum, dass Tierhaltung den Treibhauseffekt begünstigt. Des Weiteren werden für eine nichtvegane Ernährung wesentlich mehr Ressourcen(Wasser, Land, etc.) benötigt als für die Herstellung von pflanzlichen Produkten.

    Zurück zu meinem Selbstversuch. Um den Unterschied von nichtveganer und veganer Ernährung auch ganz genau festzustellen, habe ich eine Woche normal gegessen und aufgeschrieben, was ich während dieser Woche gegessen habe.

    Als da wären: ein Toastbrot (zb. mit Nutella, Salami oder Kräuterbutter), eine Packung Mon Cherié, eine vegetarische(!) Pizza, eine Salami-Pizza, eine Spinat-Pizza, ein Döner, Nudeln mit Tomatensoße, zwei Big Macs, einmal Chop Suey, ein Käse-Schinken-Nudelauflauf, Kleinigkeiten wie Bifi, Carazza, Corny oder Twix, Kassler, fünf Muffins, knapp ein Kasten Bier, ein Rinderfilet, Kartoffeln und eine Käsesuppe.

    Ok. Was davon darf ich noch essen, wenn ich mich vegan ernähre? Aja. Nudeln, Bier und Kartoffeln. Und? Und Mon Cherié. Aber wieso denn jetzt Mon Cherié? Da ist doch Schokolade drin? Die Vereinigung Peta, die so etwas wie die Regierung der Veganer ist, hat auf ihrer Homepage eine Liste mit allen Lebensmitteln veröffentlicht, die man als vegan lebender Mensch verzehren darf. Und da sich die Peta-Leute anscheinend nicht aller Leckereien berauben wollen, gelten Lebensmittel, die Milch und Eier enthalten KÖNNTEN als vegan. Gut für mich.

    Die Woche beginnt damit, dass ich nicht weiß wie ich in den Tag starten darf. Mein allmorgendliches „Muffin in der U-Bahn-Spelunke kaufen“ fällt wohl aus. Ein Apfel muss reichen. Und so geht es den Tag über weiter. Ein Apfel hier, ‘ne Paprika da. Zeit sich nach Alternativen umzusehen. Couscous (Grundnahrungsmittel der nordafrikanischen Küche) sieht ganz gut aus. Schmecken tut es ebenfalls ganz gut. Satt machen tut die Pampe aber leider nur für kurze Zeit. Zu Hause angekommen überrascht mich meine Freundin mit Soja-Pudding. Der war sogar echt lecker und ersetzt fortan mein Muffin-Ritual. Tag 1 endet mit dem Verlangen nach Fleisch. Pech gehabt.

    Tag zwei verläuft weitestgehend wie der erste Tag, mit dem Unterschied, dass ich mir abends mal ein richtiges Gericht zubereitet habe. Tofu-Tomatensoße mit Nudeln. Wer nicht weiß was Tofu ist, hier ne kurze Erklärung: Tofu ist eine Mischung aus Schuhsohle und Kaugummi. Nachdem ich den/das/die Tofu eine gefühlte Stunde angebraten habe, ist es nicht mehr ganz so gummiartig und schmeckt ganz gut.

    Am dritten Tag ist es so weit und ich traue mir einen Großeinkauf zu. Es war die Hölle. Die Supermarkt-Kette wirbt mit dem Werbespruch „Einmal hin, alles drin“, hat dann aber keine vegane Abteilung. Also nichts mit alles drin. Ich habe mindestens drei Stunden länger gebraucht, weil ich mir von jedem Scheiß die Zutaten-Liste durchlesen musste. Warum ist denn in Kartoffel-Chips Milch? Aber hey, ich könnte ja dafür die Alnatura Dinkel Kräcker Sesam essen. Das lass ich jedoch lieber und mache mir dann abends eine leckere Kartoffelsuppe.

    Am vierten Tag schaue ich auf dem Weg zum lustigen Mädelsabend mit den Kommilitonen noch kurz bei McDonalds vorbei um herauszufinden, ob deren Pommes vegan sind. Die 5€-Aushilfen wissen natürlich nicht mal was vegan ist und erklären mir dafür aber dauernd, dass Pommes aus Kartoffeln und nicht aus Fleisch sind. Ah danke, ohne euch hätte ich das nicht bemerkt. Ich lasse mir also den Chef kommen, der mir versichert, dass an oder in den Pommes keine tierischen Produkte sind. Als guter Veganer sollte man natürlich trotzdem nicht zu McDonalds gehen, da die wahrscheinlich jedes Tier schneller verarbeiten als ich „Tierquälerei“ sagen kann. Etliche Biere und zu viel Jack Daniel`s später, versuche ich im leicht benommenen Zustand auch herauszufinden ob die Pommes bei Burger King ebenfalls vegan sind. An die Antwort kann ich mich nicht erinnern, morgens finde ich in meiner Tasche jedoch eine Burger King Pommes-Tüte.

    Der fünfte Tag verläuft ganz gut, da ich mich nicht ärgern muss kein Fleisch essen zu dürfen, da sämtliche feste Nahrung…sagen wir mal so: nicht so günstig gewesen wär. Abends lasse ich mich dann doch dazu hinreißen von einer Gemüse-Lasagne zu probieren. Sehr lecker, das würde ich sogar freiwillig essen.

    Tag Sechs und Sieben gehen mit viel Soja-Pudding und Gemüse zu Ende. Jetzt reichts dann aber langsam auch mal mit dem Vegan sein. Am letzten Tag habe ich zwar noch die vegane Abteilung bei DM entdeckt, wo es aber auch nur Matschepampen in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Die erinnern eher an wiedergekäuten Baby-Brei und sind daher nicht unbedingt mein Fall und können mich nicht dazu bewegen vielleicht dauerhaft vegan zu essen.

    Alles in allem kann ich sagen, dass es am Anfang sicherlich nicht leicht war, unmöglich ist es jedoch nicht vegan zu leben. Ich werde nach diesem Experiment sicherlich anders und bewusster essen, als vorher. Mir sind Döner und Pizza jedoch wichtiger als das gute Gewissen und daher werde ich auch weiterhin nicht vegan leben.

    Dieses Experiment habe ich im Rahmen eines Hochschul-Projekts durchgeführt.

    Update: Mittlerweile lebe ich seit November 2012 vegetarisch. Zeiten ändern dich ;)


  10. Chronologie des Scheiterns

    12. Januar 2012 by helleseiten

    Nein, dies soll kein Review über die aktuelle Korn-Platte oder ein Beitrag darüber werden, ob Steffen Hallaschka besser zu Stern TV passt, als sein Vorgänger Günther Jauch.

    Es geht um die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Wer bin ich? Was geschieht nach dem Tod? Was ist der Sinn des Lebens? Warum überleben Supermarktkräutertöpfe bei mir nur 3 Tage?

    Die 4. Frage ist im Gegensatz zu den vorherigen nicht einfach zwischen Tür und Angel oder von Aiman Abdallah in einem Galileo-Themenabend zu beantworten. Hierfür braucht es jemanden der vor keinem Experiment, keinem Kräutertopf-Magnaten oder dem CIA zurückschreckt: Mich! Unter Einsatz meines Lebens wagte ich also nun das Experiment Kräutertopf, Basilikum Kräutertopf.

    Im Supermarkt meiner Wahl (fängt mit R an und hört mit ewe auf) wählte ich nun also ein besonders schönes Exemplar des ocimum basilicum (=Basilikum). Alles noch schön grün, gleichmäßig gewachsen, 1,49€. An der Kasse wurde ich schon mitleidig angeguckt, ob das daran lag, dass ich einfach Kacke aussah oder weil die Verkäuferin mir sagen wollte: “Das Ding geht dir ein, wenn du durch die Drehtür gehst” weiß ich nicht. Ist ja auch egal, voller Vorfreude auf meine Aufgabe nahm ich den Topf mit nach Hause.

    Zu Hause angekommen, befreite ich das Pflänzchen sofort aus seinem Plastik-Gefängnis und verfrachtete es in einen Topf mit frischer Erde. Noch kurz gießen, fertig. Ich war stolz auf mich. Ich hatte so eben meinen persönlichen Rekord für das Überleben so eines Mini-Kräuter-Gartens aufgestellt. Ich suchte dem Töpfchen einen schönen Platz am Fenster, damit es auch sehen konnte was in der großen, weiten Welt des Hinterhofs so vor sich ging. Folgendes Bild belegt, wie wohl sich das Basilikum in meiner Obhut fühlte.

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    Tag 2 dann der Schock. Hatte mir das Pflänzchen das Wohlbefinden nur vorgespielt oder warum ließ es so die Blätter hängen? Ich gab ihm sofort seine Medizin (aka Leitungswasser), in der Hoffnung damit das Basilikum wieder aufzupäppeln. Andere Pflanzen hatten bei mir schon ohne Tageslicht überlebt, selbst wenn sie nur unregelmäßig mit Bierresten oder Multivitamin-Saft von Netto gegossen werden. Kann ja also nicht so schwer sein.

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    Das gute Zureden und meine Liebe hatten die Pflanze anscheinend überfordert und sie hatte den Lebenswillen verloren. Es war vorbei, an Tag 3 musste ich Abschied nehmen. Seit diesem Tag stelle ich mir immer wieder die Frage nach dem “Warum?”. War der Platz nicht schön genug? Habe ich zu wenig gegossen? Hat der Kater vielleicht raufgepisst? Hatte sie Heimweh nach der Gemüse-Abteilung und hat die Petersilie vermisst? Bis heute habe ich auf all diese Fragen keine Antwort. Möglicherweise haben die Freimaurer etwas damit zu tun. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu blöd.

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